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Die Bronchoskopie
Schnell, exakt und schmerzlos
Früher diente den Ärzten für ihre Lungendiagnostik vor allem die Röntgenaufnahme. Heute gehört es - dank des großen
technischen Fortschritts längst zur Routine, filigrane Instrumente in das Bronchialsystem einzuführen und mit ihrer Hilfe einen direkten Blick in dieses lebenswichtige Organ zu werfen. Auf
diese Weise können sämtliche Gewebestrukturen genauestens betrachtet und untersucht werden.
Die Bronchoskopie ist ein Diagnoseverfahren, das man einsetzt, wenn aus der Vorgeschichte des Patienten der Verdacht auf eine
Lungeninfektion oder einen Lungentumor besteht.
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Wie nun geht die Bronchoskopie vonstatten? Zunächst einmal: Sie wird
ambulant durchgeführt und dauert mit allen Vorbereitungen maximal eine Stunde, die Untersuchung selbst 5 - 10 Minuten. Vorab bekommt der
Patient zur Entspannung ein Beruhigungsmittel. Es erfolgt eine Inhalation zur Stabilisierung und Erweiterung der Bronchien. Die Bronchoskopie
erfolgt im Liegen. Vorsichtig wird über die Nase ein schlankes, schlauchförmiges Instrument in das Bronchialsystem geschoben. Mit einer
an dem sog. Bronchoskop befestigten Minikamera kann der Arzt dann das Bronchialsystem untersuchen. Ein großer Monitor erlaubt dabei auch dem
Patienten, das Geschehen mit zu verfolgen. Die gesamte Untersuchung wird auf Video aufgezeichnet und kann auch anschließend betrachtet werden.
Über das Bronchoskop wird während der Untersuchung ein Katheter geschoben, um das Bronchialsekret abzusaugen und auf Bakterien, Viren
oder Pilze untersuchen zu lassen. Darüber hinaus erfolgen über eine kleinste Zange Gewebsproben, die zur weiteren diagnostischen Abklärung in die Pathologie eingesandt werden.
Nach der Untersuchung wird der Patient noch für 15 Minuten in einen
Ruheraum gefahren und beobachtet. Danach kann er die Praxis verlassen; wegen des vorab verabreichten Beruhigungsmittels sollte der Patient in
Begleitung in die Praxis kommen. Nach Abschluss der Untersuchung darf der Patient selber kein Fahrzeug führen.
Die Bronchoskopie ist vollkommen schmerzfrei, man verspürt lediglich
einen gewissen Druck im Brustbereich. Die Risiken sind minimal. Ggf. können leichte lokale Blutungen auftreten, und während der Untersuchung
kann es passieren, dass der Sauerstoffgehalt abfällt. In diesem Fall wird zusätzlich über eine Sauerstoffanlage Sauerstoff zugefügt, um diesen vorübergehenden Mangel auszugleichen.
Die angewandte Videoendoskopie hat gegenüber der rein schriftlich festgehaltenen Befunderhebung einen großen Vorteil: Der
weiterbehandelnde Arzt hat eine immer wieder nachvollziehbare und überprüfbare bildliche Darstellung des Befundes zur Verfügung. Auch im
Fall einer Operation ist es möglich, das Video an die Chirurgie weiter zu leiten, um präoperativ eine möglichst gute Übersicht über den Befund zu
erhalten. Die videoassistierte Bronchoskopie schafft somit die Möglichkeit, sowohl für den behandelnden Arzt als auch in der Weiterbehandlung eine
optimale Befunderfassung zu geben, die ohne weiteren stationären Aufenthalt möglich ist.
Neben dieser hochtechnisierten Apparatemedizin steht jedoch die menschliche Betreuung des Patienten im Vordergrund.
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